Das Supervermächtnis - eine Gestaltungsalternative zum Berliner Testament

19. November 2013

Die steuerliche Optimierung von Nachfolgeregelungen (Testamente und Erbverträge) ist nicht nur bei Unternehmensinhabern von besonderer Bedeutung. Neben der Entscheidung, wer Nachfolger/Erbe wird, sollten die erbschaftssteuerlichen Freibeträge nicht aus den Augen verloren werden. Ehegatten kommt grds. ein Freibetrag von 500.000 € zu Gute, Kindern ein Betrag von 400.000 €. Lebensgefährten wird dagegen nur ein Freibetrag von 20.000 € zugebilligt.

Bei der Entscheidung für ein Berliner Testament werden diese Erbschaftssteuerfreibeträge der Kinder/Abkömmlinge nach dem Tod des zuerst verstorbenen Ehegatten jedoch vollständig verschenkt, da sie nicht ausgenutzt werden. Bei größeren Vermögen ist es zumeist also wenig sinnvoll, ein Berliner Testament anzuordnen. Dadurch steigt das Vermögen des Längerlebenden derart an, dass im Falle des Todes die Erbschaftssteuerfreibeträge der Kinder überschritten werden.

Als gute Alternative zum Berliner Testament kommt das sog. Supervermächtnis in Betracht. Dabei handelt es sich um ein „Freibetragsvermächtnis“, bei dem der Alleinerbe (idR der Ehegatte) selber entscheiden soll, wann und wieviel er nach dem Tode des zuerst verstorbenen Ehegatten an die Kinder zahlt (bestenfalls nicht mehr als die Freibeträge).

 

Ansprechpartner: Nina-Christin Weigel-Grabenhorst
Durchwahl: 0531-310 7 3113

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